zurück zur Nachrichtenliste
data.title
12-04-2022 Aktuelles

DIE HÄUFIGSTEN FEHLER BEI DER KINDERERERNÄHRUNG

Ernährungsmuster und -gewohnheiten werden von den Eltern erlernt und spiegeln sich im Verhalten der Kinder wieder. Daher ist es wichtig, dass die Betreuer, die die Ernährung des Kindes überwachen, dies richtig tun. Die Auswahl der Produkte und deren Menge sollte auf der Grundlage von Empfehlungen und Ernährungsnormen angepasst werden, die dem Alter und der Aktivität des Kindes entsprechen. Leider sind trotz guter Absichten häufig Fehler bei der Ernährung von Kindern zu beobachten. Unser Ernährungsberater informiert uns über die häufigsten Fehler.

Fehler Nr. 1 - Zu viel Kalorienzufuhr

Einer der Hauptfehler in der Ernährung von Kindern ist eine übermäßige Energiezufuhr. Dies kann zur Fettansammlung führen, was wiederum zu Übergewicht und später zu Adipositas führt und das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten deutlich erhöht. Es gibt auch die allgemeine Überzeugung, dass ein Kind gesund und stark wird, wenn es viel isst. Ein solcher Ansatz steht nicht im Einklang mit den Grundsätzen der richtigen Ernährung. Zu viel essen bedeutet nicht, dass die Zufuhr richtiger Mengen an Nährstoffen (die für den korrekten Wachstum und die Entwicklung des Körpers erforderlich sind) gesichert ist. Leider verzehren Kinder häufig Produkte, die zwar viele Kalorien, aber wenig Nährwert haben.

Fehler Nr. 2 - Naschen zwischen den Mahlzeiten

Ein nächster Fehler ist der zunehmende Konsum von Snacks. Dabei handelt es sich in der Regel um schmackhafte und sehr kalorienreiche Produkte - hauptsächlich Süßigkeiten (Schokoriegel, Kekse, Bonbons) oder Lebensmittel mit salzigem Geschmack (Salzstangen, Chips, Cracker). Sie erhöhen den Energiezufuhr in der Ernährung und sind einer der Gründe für den Wachstum an Übergewicht bei Kindern. Außerdem liefern diese Produkte gesättigte Fettsäuren und Transfette in den Körper, welche später die Ursache für Krankheiten wie Arteriosklerose und Hypercholesterinämie sind. Süßigkeiten können auch chemische Zusatzstoffe enthalten, die den Produkten hinzugefügt werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern, sie schöner aussehen zu lassen oder ihren Geschmack zu verbessern. Dazu gehören Farbstoffe, Konservierungsmittel, Stabilisatoren und Verdickungsmittel. Sie sind dem Körper nicht gleichgültig, da einige von ihnen allergische Reaktionen hervorrufen, den Stoffwechsel beeinträchtigen oder andere unerwünschte Wirkungen haben können. Es ist wichtig, auf die Zusammensetzung der Produkte, die Kinder verzehren, zu achten, um zu vermeiden, dass ihren Körpern unnötige Zusatzstoffe geliefert werden. Der tägliche Verzehr von salzigen Snacks liefert ebenfalls erhebliche Mengen an Natrium. Dies führt zu einer Überschreitung des täglichen Natriumzufuhrs, manchmal sogar um das Zweifache. Dies ist in der Regel auf den Konsum von Fertigprodukten zurückzuführen, denen bei der Herstellung Salz zur Geschmacksverbesserung oder als Konservierungsmittel zugesetzt wird. Auch die Verwendung von Salz bei der Zubereitung von hausgemachten Speisen ist nicht ohne Bedeutung. Kinder bevorzugen salzige Schinken, Käse und Produkte mit einem sehr hohen Natriumgehalt, weil sie einen markanten, guten Geschmack haben. Eine natriumreiche Ernährung erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben. Es erhöht auch die Ausscheidung von Kalzium im Urin, welches negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Skeletts haben kann.

Fehler Nr. 3 - Geringer Verzehr von Gemüse

Der Verzehr von immer weniger Gemüse und Obst bei Kindern führt häufig zu Vitamin- und Mineralstoffmangel. Die Abneigung gegen diese Produktgruppen ist oft das Ergebnis schlechter Erfahrungen in der Zeit, in der das Kind neue Geschmacke kennenlernt. Eltern beschränken sich oft auf einige wenige populäre Produkte, ohne den Kindern die Möglichkeit zu geben, anspruchsvollere und weniger bekannte Produkte auszuprobieren. Viele Eltern geben nach mehreren erfolglosen Ansätzen den Versuch auf und halten das Produkt für unbeliebt. Das ist ein Fehler, denn Kinder sind bei der Einführung anderer Nahrungsmittel als Muttermilch an den süßen Geschmack gewohnt, der mit etwas Gutem und Sicherem assoziiert wird. Es ist wichtig, dem Kind beizubringen, andere Geschmäcke wie salzig, sauer oder bitter zu akzeptieren (instinktiv werden diese Geschmäcke mit etwas assoziiert, was eine negative Wirkung auf den Körper hat). Trotzdem sollten sich Eltern nicht davon abhalten lassen, ihren Kindern Obst und Gemüse zu geben, da sie eine Quelle von Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen sind.

Fehler Nr. 4 - Begrenzter Verzehr von Milchprodukten

Ein weiterer Fehler, der bei der Ernährung von Kindern zu beobachten ist, ist die mangelnde Zufuhr von Milch und Milchprodukten. Dies kann zu einer Unterversorgung mit Kalzium, dem Baustein der Knochen, führen. Milchprodukte werden nur in geringen Mengen konsumiert und beschränken sich oft auf süße Produkte, vor allem Fruchtjoghurts. Viele dieser Produkte enthalten große Mengen an Zucker oder Glukose-Fruktose-Sirup, Farbstoffe und geringe Mengen an Vitamine und Mineralstoffe. Diese Produkte liefern dem Körper große Mengen an Energie, decken aber nicht den Bedarf an Nährstoffe.

Fehler Nr. 5 - Nahrungsergänzungsmittel statt Vitamine aus der Nahrung

In den letzten Jahren sind zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel auf dem Pharmamarkt erschienen, die Vitamine und Mineralien enthalten, welche speziell für die Jüngsten entwickelt wurden. Einige Studien über die Ernährung von Kindern haben die Verwendung von Multivitaminpräparate in Frage gestellt, da viele Nährstoffe über die Nahrung zugeführt werden. Bei einer richtig zusammengestellten und abwechslungsreichen Ernährung ist eine Supplementierung der meisten Vitamine und Mineralstoffe nicht erforderlich. Bevor Sie ein Nahrungsergänzungsmittel in den Speiseplan Ihres Kindes aufnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob das Produkt notwendig ist und keine Nebenwirkungen verursacht.